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Kant über Selbstbewußtsein

ISBN: 3487077183

Kant über SelbstbewußtseinDurch eine systematische Rekonstruktion von erkenntniskritischen Argumentationen Kants entwickelt Sturma eine Konzeption philosophisher Psychologie, durch die Sinn und Bedeutung des Begriffs des Selbstbewußtseins bestimmit werden können. Bei der Rekonstruktion werden Positionen sowohl der traditionellen (Descartes, Locke, Hume, Fichte) als auch der gegenwärtigen Theorie des Selbstbewußtseins (Wittgenstein, Strawson, Henrich, Tugendhat, Nagel) berücksichtigt. Insofern ist diese Untersuchung gleichermaßen ein Beitrag zur Kantforschung wie zur Theorie des Selbstbewußtseins.

Sturma legt dar, daß die philosophiegeschichtliche Theoriealternative, Selbstbewußtsein entweder als Bewußtsein von einem nichtempirischen 'Selbst' oder nur als Bewußtsein von Bewußtseinszuständen aufzufassen, von Kant entscheidend umgedeutet wird. Selbstbewußtsein ist für Kant eine Differenzierungsleistung, durch die sich eine Person ihrer Identität in bezug auf eine Mannigfaltigkeit von mentalen Daten bewußt wird. Dabei fungiert die einem kontinuierlichen Wechsel unterworfene raumzeitliche Position der jeweiligen Person als ontologische Bedingung ihrer reflektierten Bewußtseinszustände. Auf diese Weise kann die Person ein Bewußtsein ihrer selbst erlangen, nicht aber ein Bewußtsein von einem 'Selbst'.

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