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Wintersemester 2021/2022

Vorlesung: 
Einführung in die Moralphilosophie

Dienstag, 12 (c.t.) – 14 Uhr (Hörsaal X & Zoom), ab 19.10.21
BA

In der Einführung in die Moralphilosophie wird zunächst eine konzeptionelle Landkarte vorgestellt, welche die Geschichte der Moralphilosophie, die ethischen Hauptströmungen sowie das semantische Feld moralphilosophischer Begriffe und Ausdrücke verzeichnet. Themen der sich daran anschließenden Vorlesungen sind unter anderem: Der bestirnte Himmel und das moralische Gesetz, Die Wirklichkeit der Moralität, Freiheit, Moralische Bildung, Selbstinteresse und Autonomie, Gerechtigkeit, Gute Praxis, Anerkennung, Menschenrechte, Moralität und Recht, Wissenschaft und Ethik, Ethik und Religion, Natur und Ethik.

Die Vorlesung wird von Tutorien begleitet, die sich vertiefend mit klassischen Texten der Moralphilosophie beschäftigten. 

 

Seminar:
Jenseits von gut und böse: Ethik im Konflikt

Donnerstag, 14 (c.t.) – 16 Uhr (Hörsaal XI), ab 21.10.21
MA

Konflikte treten sowohl intern als auch extern auf: in den Einstellungen und Neigungen einer Person genauso wie zwischen Personen beziehungsweise Gruppen von Personen. Die Ethik begegnet seit ihren Anfängen Konflikten mit Universalisierungsstrategien, die in der Regel mit Unterscheidungen zwischen gut und böse, Kritik an Handlungen und Revisionen von Verhaltensweisen einhergehen. In dieser Hinsicht besteht eine erstaunliche Übereinstimmung in den Zielen von Tugendethik, Konsequenzialismus und Deontologie. Konflikt und Dissens gelten gleichsam als der „natürliche Feind“ der Ethik. 

Hinter Konflikten aus moralischen Gründen verbergen sich gescheiterte Anerkennungsverhältnisse, die von ethischen Korrekturen nicht erreicht werden. Zudem ist Moralität selbst eine Quelle von Konflikten. Wer auf eine andere Person kompromissbereit zugeht und einer Ausgleichsregelung zustimmt, hat immer noch dieselben Einstellungen und normativen Erwartungen, die Grund für den Dissens gewesen sind, auf deren Durchsetzung aber nun zumindest vorerst verzichtet wird. 

Der ethische Umgang mit Konflikten wird auf der Grundlage klassischer Texte von Platon, Aristoteles, Hobbes, Spinoza, Rousseau, Kant, Hegel, Nietzsche und Stuart Hampshire beleuchtet. Auch werden ausgewählte Motive aus Kunst und Literatur herangezogen. Es ist das Ziel der Veranstaltung eine Konzeption der Ethik als Konflikt herauszuarbeiten, deren normative Kraft exemplarisch an den ethischen Herausforderungen der Gegenwart überprüft werden soll. 

 

 

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